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Biographie - warnermusic.de:

Aus: warnermusic.de (Oktober 2004)
Autor: "tbe"/ warnermusic.de-Redaktion
Web-Site: www.warnermusic.de

»» SIXPENCE NONE THE RICHER
Biografie

Leigh Nash und Matt Slocum sind Sixpence None The Richer. Ein Duo, das sich durch hervorragendes und ganz unprätentiöses Songwriting profilierte und mit seinen Hits wie Kiss Me und Don't Dream It's Over der Popmusik der Neunziger ihren eigenen Charme aufdrückte. Vor knapp zehn Jahren begann ihre Karriere, und ihr zehnjähriges Bestehen feiern sie mit einem Best of-Album, das mehr ist als nur eine Sammlung von Hits.
Denn nicht nur jene findet man unter den achtzehn Tracks von The Best Of Sixpence None The Richer, sondern auch Songs, die vorher auf keinem Sixpence None The Richer-Album zu finden waren - und nicht zuletzt drei neue Songs.

Ihre Reise durch den muskalischen Erfolg begann in ihrer Heimat New Braunfels in Texas. Dort produzierte das Duo auf eigene Faust zunächst ihr Indie-Debüt The Fatherless And The Widow, das die lokalen Musikfans und die überregionale Kritik schnell aufmerksam werden ließ. Matt stellte sich als hochtalentierter Songwriter heraus, dessen Kompositionen von Sängerin Leigh so authentisch und mitfühlend gesungen wurden, als wären es ihre eigenen gewesen. Der sparsame und eigenwillige Sound des Albums weckte das Interesse der Fans, doch der Nachfolger This Beautiful Mess hatte damit zu kämpfen, dass das Label REX einging.
Glücklicherweise waren Squint zur Stelle, die die Gelegenheit wahrnahmen und das Album unter die Leute brachten. Trotzdem dauerte es noch ein weiteres Jahr, bis der Ruf von Sixpence None The Richer sich auch über Texas hinaus verbreiten sollte: Kiss Me, wohl der erfolgreichste Song des Duos, wurde der Beitrag von Sixpence None The Richer für den Film She's All That und schoss über Nacht auf die #1 der Pop-Charts. Er toppte den VH-1 Video Countdown und wurde in elf Ländern zum meistgespielten Radiosong. Und nicht nur eine erste Grammy-Nominierung ergänzte seine Erfolgsgeschichte, selbst das englische Königshaus liebte Kiss Me und ließ den Song 1999 vor laufender Kamera und 200 Millionen Zuschauern auf der Hochzeit des Prinzen Edward laufen.
Der nächste größere Hit von Sixpence None The Richer wurde There She Goes, ein The La's-Cover, das das neue Album Sixpence None The Richer (1997) ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückte und umgehend Top-10 ging. Einige weitere Beiträge für Soundtracks und Compilations überbrückten die Zeit, bis das vorerst letzte Sixpence None The Richer-Album Divine Discontent im Jahre 2002 die Geschichte der Band zunächst abschloss.
The Best Of Sixpence None The Richer zieht eine umfassende Rundum-Bilanz über den Weg des Duos. So ist Trust eine Reminiszenz an die frühen Tage von The Fatherless And The Widow, Angeltread und Within A Room Somewhere stammen aus This Beautiful Mess, Kiss Me und There She Goes finden sich auf Sixpence None The Richer und Breathe Your Name, Melody Of You und Don't Dream It's Over kommen von Divine Dicontent.
Als ganz neue Tracks überzeugen die drei Opener des Albums, Loser Like Me, Us und Too Far Gone.
Weiterhin gibt es einige Songs auf The Best Of Sixpence None The Richer, die bisher nur verstreut auf Compilations, Soundtracks oder Tributalben zu haben waren. Darunter der Jahrhundert-ABBA-Hit Dancing Queen (aus dem Soundtrack Dick) und der Brian Wilson/Beach Boys-Song I Just Wasn't Made For These Times, den Sixpence None The Richer für das Beach Boys-Tribut-Album Making God Smile aufnahmen. Dazu kommen noch Songs wie The Ground You Shook, I Need Love (aus dem Soundtrack Here On Earth), Breathe, Brighten My Heart und die japanische Bonusversion von Kiss Me.
Nicht nur mit ihrer Musik spielten Sixpence None The Richer sich in die Herzen der Fans, sondern auch ihre Message der christlichen Nächstenliebe verbreiteten sie mit beeindruckender Festigkeit. So zwang Leigh selbst den derben, zweideutigen Humor David Lettermans in der Late Show in die Knie, als sie ihn nach einem unmoralischen Angebot mit strafenden Blicken zum Schweigen brachte und den Bandnamen erklärte: "Sixpence None The Richer bezieht sich auf eine Szene in C.S. Lewis' Buch Mere Christianity," so erklärte sie. "Ein kleiner Junge bettelt seinen Vater um Kleingeld an, damit er ihm ein Geschenk kaufen kann. Es ist klein und vom Vater selbst bezahlt, doch dieser freut sich, auch wenn er sich eingestehen muss, dass er nichts dabei gewonnen hat."
"Ja, er hat sein eigenes Geschenk bezahlt," stellte Letterman fest.
"Das ist richtig. C.S. Lewis drückte mit dieser Parabel aus, dass Gott uns die Möglichkeit schenkt, ihm etwas zu zurückzugeben. Und dass es unsere Aufgabe ist, demütig damit umzugehen und nie zu vergessen, wem wir dies verdanken." - "Das ist wundervoll!" bestätigte Letterman, ungewohnt ernst. "Wenn wir das öfters beachteteten, wäre vieles im Leben besser."
David Lettermann einmal ganz zahm. Wer hätte das bis dahin schon geschafft?

--WMGG/tbe ««

 



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