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CD-Rezension - "sound7":

Aus: sound7 / Herbst 2002
Autor: Christoph A. Zörb
Web-Site: http://www.sound7.de

Sixpence None The Richer - ''Divine Discontent''  (Reprise / bv-music)»» DIVINE DISCONTENT
Sixpence None The Richer

Lange musste man auf ein neues Album der inzwischen zu einem Sextett angewachsenen Band warten. Vielleicht etwas zu lange - aber auf jeden Fall hat es sich gelohnt. Denn "Divine Discontent" überzeugt sowohl mit musikalischer Qualität, als auch mit dem Potential, für dauerhaften Hörgenuss zu sorgen. Die Zeit, dass "Sixpence Non The Richer" lediglich an ihrem Kultsong "Kiss Me" gemessen werden, sollte um sein.
Dass diese CD wirklich äußerst hörenswert ist, liegt größtenteils an Sängerin Leigh Nash. Ihre Stimme als "erstklassig" zu bezeichnen wäre noch stark untertrieben. Denn sie schafft es nicht nur, rein technisch bezaubernd zu singen. Vielmehr ist sie Garant dafür, dass jeder Song ganz besonders und mit einer anderen Stimmung rüberkommt.

Begleitet wird sie von einem wirklich großartigen Beiwerk an Instrumenten - neben Gitarren, Bass und Schlagzeug sind es vor allem der abwechslungsreiche Pianosound und die wirklich gut eingesetzten Streicher, die "Divine Discontent" zu einem musikalischen Erlebnis machen. Bei all der musikalischen Umrahmung bleiben dennoch die vocals von Leigh Nash dominierend und verlieren sich nicht irgendwie in einem Sumpf von verschiedenen Instrumenten. Auf der anderen Seite bietet die CD wirklich auch musikalische Abwechslung, denn stets ist ein anderes Instrument das Dominierende.

Inhaltlich regt "Divine Discontent" sehr zum Nachdenken an. Sehr tiefgehend, ja fast schon intim werden hier die verschiedenen Seiten einer Gottesbeziehung beleuchtet. Und immer wieder spielt Zweifel, Angst und innere Zerrissenheit eine große Rolle um am Ende dann doch nur bekennen zu können, Gott nötiger zu haben, als man manchmal denkt.
"Sixpence Non The Richer" haben es meiner Meinung nach mit "Divine Discontent" geschafft, aus dem Schatten von "Kiss Me" herauszutreten und eine weitere CD zu produzieren, die wirklich überzeugt.

Christoph A. Zörb ««

 



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