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Bericht - christliches Medienmagazin pro:

Aus: "christliches Medienmagazin pro 4/1999" (4. Quartal) [oder auch 3/1999...]
Autor: Christoph A. Zörb, Martin Mandt
Web-Site: www.kep.de

»» Die Chartsstürmer von "Sixpence None the Richer"

[Sixpence None The Richer]PARDON, WIR SIND CHRISTEN

Christoph A. Zörb und Martin Mandt

So etwas gibt es nur in Hollywood! Da probt eine unbekannte Band jahrelang im Keller, spielt in drittklassigen Clubs und wartet auf den Durchbruch. Doch niemand nimmt Notiz von ihr. Schließlich "entdeckt" sie ein bekannter Musikproduzent, der ihnen einen Song förmlich aufzwingen muß. Und eben dieses Stück wird ausgerechnet durch eine königliche Hochzeit weltbekannt. Ein modernes Aschenputtel-Märchen, wie es die Amis mögen.

Kein Märchen, sondern die Geschichte von "Sixpence None the Richer" (kleines Foto). Die Texaner landeten mit ihrer Single "Kiss me" neben Lou Begas "Mambo No. 5" den Sommerhit 1999, nachdem 200 Millionen Fernsehzuschauer bei der Hochzeit von Englands Prinz Edward und Sophie Rhys-Jones das Lied gehört hatten. Das königliche Paar bekannte: "Wir sind ganz vernarrt in das Stück."

Wenn es nach Matt Slocum und Leigh Nash, den musikalischen Köpfen von "Sixpence", gegangen wäre, schlummerte "Kiss me" wahrscheinlich heute noch im Bandarchiv. Produzent Steve Taylor: "Ich mußte sie förmlich zu ihrem Glück zwingen." Taylor brachte den Song, in dem ein Gedicht des amerikanischen Lyrikers Dylan Thomas verarbeitet wird, schließlich doch auf die CD.

[Leigh Nash live in Europa, 1999]Knapp 24 Stunden vor der Hochzeit auf Schloß Windsor hatte der Buckingham Palace bei den Musikern angerufen: "Dürfen wir das Stück spielen?" Sie durften. Songschreiber Matt Slocum: "Ich bin gerührt, sprachlos - der Herr gebe Prinz Edward und seiner Braut ewiges Glück." Der Herr? Die Musiker von "Sixpence" machen keinen Hehl aus ihrem Glauben: "Wir sind Christen, na und?". Sie gehen zur Kirche, beten nicht nur vor Auftritten. Slocum: "Vieles davon kommt in unserer Musik zum Ausdruck. Gott ist da." Auch der ungewöhnliche Bandname hat etwas mit dem Glauben zu tun. In Amerikas bekanntester Talkshow gab Sängerin Leigh Nash (großes Foto) Gastgeber David Letterman zur Antwort: "Er stammt von einem englischen Autor namens C.S. Lewis. Das Buch heißt 'Pardon, ich bin Christ'. Ein kleiner Junge fragt darin seinen Vater nach einem 'Sixpence' (eine alte kleine englische Münze), um nach einem Geschenk für ihn Ausschau zu halten. Der Vater nimmt das Geschenk dankend an, ist sich aber gleichzeitig bewußt, daß er durch die Transaktion kein kleines bißchen 'richer' (reicher) geworden ist, da er dem Sohn das Geld ja zunächst geben mußte". Lettermann: "Er kaufte sozusagen sein eigenes Geschenk".
Leigh: "Ja, stimmt. Ich bin mir sicher, daß ihm das Geschenk viel bedeutete, aber es machte ihn wirklich nicht reicher. C.S. Lewis hat diese Geschichte mit dem Glauben verglichen, den Gott uns schenkt und die Gaben, mit denen er uns ausstattet. Dafür dürfen wir ihm dankbar sein. Wir sollen bescheiden bleiben und uns immer bewußt sein, daß Gottes Geschenk an erster Stelle war." ««

 



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