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Autor: David Decker
(Initiator dieser Website)
Web-Site: http://www.shinemedia.de/sixpence/
Ist
Sixpence None The Richer eine christliche Band?
Dies ist sicherlich
eine der zweitmeistgestellten Fragen :-)
Gitarrist Matt Slocum sagte in einem Interview in der Ausgabe 24 des
"7Ball magazine"
(Mai/Juni 1999): "Wir versuchen wirklich Salz und Licht zu sein.", und
in der Ausgabe 566 des "CMJNew Music Report": "Es gehen keine 'zerstörerischen'
Dinge vor sich - wir versuchen nicht, der Welt gleichförmig zu sein.
Wir wollen wirklich gute Kunst machen und exzellent sein in dem, was
wir tun." Die Band wird im christlichen Markt via "Word
Records" vertrieben (in Deutschland via "Pila
Music" bzw. christlichem Buchhandel) und sie akzeptieren Buchungen
von christlichen Konzertveranstaltern für Festivals und Konzerte. Außerdem
hat die Band oder einzelne Bandmitglieder auch schon an einigen Praise
& Worship-Projekten mitgewirkt. Die Band unterstützt darüberhinaus die
Hilfswerke "Habitat
For Humanity International" und "Compassion
International".
Sixpence
None The Richer sagen also selber, daß sie keine christliche _Band_
sind, im Sinne der typischen "Nashville-CCM-Bands". Ihren
persönlichen Glauben an Jesus Christus wollen sie durch ihr Leben, durch
Interviews und durch Kontakte mit Leuten in der Szene und Fans rüberbringen.
Allerdings verstehen sie sich _in erster Linie_ als Künstler mit
einem hohen Anspruch, sie sehen sich nicht als "Musikmissionare".
Bisher konnten sie schon einige Fernsehmoderatoren mit ihrer deutlich
christlich orientierten Botschaft (in Verbindung zu C.S.Lewis-Zitaten)
verblüffen. Aber ob letztendlich dadurch jemand sein Verhältnis
zu Gott überdacht hat, bleibt mehr als fraglich. Es ist so, daß
die Band aber eine positive Message rüberbringen will, im Gegensatz
zur depressiven, in der Grundstimmung durchgängig negativen Musik
ihrer "säkularen" Kollegen.
Außerdem sollte
man wissen, daß in den "säkularen" Kreisen in Deutschland
und den USA, die Bezeichnung "christliche Musik" / "christliche Band"
fast durchweg negativ belegt ist. Die Absicht der meisten "säkularen"
Musikjournalisten ist es daher offensichtlich, die Band zu "entchristlichen",
damit niemand auf "dumme Gedanken" kommen soll... Wie schon gesagt,
vermeidet die Band auch bewußt derartige Begriffe. Nun heißt das aber
nicht, das sie völlig verblaßt und verwaschen wären: sie glauben schon
persönlich an Gott, nur kommt das nicht so deutlich in den Texten raus.
Wenn man aber genau hinschaut, sieht man Unterschiede. Diese "kleinen
Andeutungen" wiederum nutzen "christliche" Redakteure,
um die Band in der christliche Szene zu etablieren. Von derartigen Bemühungen
auf beiden Seiten hält die Band sowieso nicht viel. Sie will in
erster Linie 'echt' sein!
Besonders bei Leigh Nash ist nicht von der Hand zu weisen, daß
sie immer wieder bei Anbetungs-CD-Projekten (z.B. "city on a hill"
/ 2000, "one silent night" / 2000, "Exodus" / 1998)
entscheidend mitwirkt, die zur Ehre des Gottes der Bibel gemacht werden.
Sowas kann man einfach nicht singen, wenn das nicht glaubt. Das ist
einfach ganz essentiell. Auch ihre Anmerkungen in den Büchern zu
"city on a hill" und "one
silent night" zeigen, daß sie "christlich-biblisch"
erzogen wurde und auch heute noch danach lebt. Wer je Berichte über
ihr (rein menschliches) Verhalten bei Konzerten (bzw. danach, Backstage)
oder Internet-Chats gelesen hat oder sie gar selbst erlebt hat, wird
zugeben müssen, daß selbst ihr Charakter ganz anders ist,
als der von "Stars", eben denmütig. Kombiniert man dies
alles mit den genannten Dingen, ist das Ergbnis eigentlich klar.
Bei Matt Slocum ist es ähnlich, nur das von ihm weit weniger bekannt
ist (durch Interviews etc.). Von den übrigens Band-Mitgliedern
ist mir persönlich nichts weiter zur Person bekannt, sodaß
ich dazu völlig überfragt bin. Aber sie werden wohl kaum in
einer Band spielen, wenn sie etwas gegen Glauben der Bandgründer
hätten...
Und noch einmal: sie (d.h. die Band als Ganzes) wollen ihren Glauben
/ den Unterschied mehr durch Interviews, Auftreten usw. sowie durch
persönliche Beziehungen zu den Leuten der Plattenfirmen, Jounalisten
etc. und natürlich zu den Fans bezeugen / vorleben. Ich denke, bei Sixpence
None The Richer muß sich jeder selber seine Meinung bilden, nachdem
er die Fakten geprüft hat (d.h. nicht, daß hier alles (d)einer
persönlichen Grauzone überlassen wird, sondern nur das endgültige
Urteil im Herzen könnte anders ausfallen; der Grundtenor ist aber
bereits offensichtlich). Dies trifft aber inzwischen auch auf andere
"sogenannte christliche Künstler" zu, z.B. Amy Grant, MxPx,
Kings X, Galactic Cowboys; Schulze, u.v.a.
—David Decker, August 2000 & Januar
2001
[ Erklärung:
"CCM" = contemporary christian music
- zeitgenössische christliche Musik / Nashville
= Zentrum der christlichen Musikszene in den USA
bzw. auch weltweit / "säkular" = weltlich,
nicht-christlich ]
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