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Artikel - "city on a hill"-Buch

Buch: ''City on a Hill...''Aus: "City on a Hill: Reflections on Our Spiritual
         Journey" (hrsg. von Steve Hindalong), Harvest
         House Publishers, USA, 2000
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Autor: Leigh Nash (von Sixpence None The Richer)
          [deutsche Übersetzung: David Decker]
Web-Site: http://www.city-on-a-hill.com


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LEIGH NASH VON SIXPENCE NONE THE RICHER

Es war eine stürmische Nacht und sehr spät, als Leigh und Mark Nash, gerade die Dark Horse Studios verlassend, auf einen "kalten, nassen und zitternden kleinen Hund" stießen (wie Leigh die bedauernswerte Kreatur auf meinem Anrufbeantworter beschrieb). Sie bat mich nach ihrem Pullover am Morgen zu suchen, seit sie ihn "dem armen, nassen, kleinen Kerl" angezogen hatte - nicht, daß sie sich Sorgen um den Pullover machte, der "sowieso ein rattenhaftes altes Ding sei".

Die Geschichte hat beste Leigh-Qualitäten: Gütig, demütig, lustig - und tiefgehend. Sie ist die Stimme von Sixpence None The Richer - reinstes Balsam für die Ohren. Doch das weiß ja jeder. Ich bat sie, ein Lied extra für das "city on a hill"-Album zu schreiben. Das Lied [Anm.: "you're here"], welches sie anbot, war wunderschön und faszinierend. Ich bin so dankbar dafür!
                                                                                               Steve Hindalong

In Ehrfurcht der Gnade

Ich habe nicht immer verstanden, was Gnade bedeutet, doch wenn ich zurückschaue auf mein Leben, kann ich sehen, wie Gottes Gnade immer bei mir war. Ich bin nicht in einer christlichen Musterfamilie aufgewachsen. Als ein kleines Mädchen ging ich in die Sonntagsschule und in die "große" Kirche jede Woche mit meiner Mutter und meiner Schwester. Eines der Dinge, an das ich mich am deutlichsten erinnere, ist, daß meine Mama an den Sonntagmorgen immer angespannt und launisch war. Vielleicht war es der Kontrast, den sie fühlte, zwischen ihrem eigenen Leben zu Hause und dem Leben von all diesen glücklichen, scheinbar perfekten Familien, die die Kirchenbänke mit uns teilten.

Im Vergleich mit ihren aufgeräumten, 'geringen' Leben, war unseres ein Leben mit (An-) Spannung, Mühen und Sorgen. Als ich jung war, war mein Vater alkoholkrank. Und obwohl er nie körperlich und verbal ausfällig war, hat er uns die meiste Zeit gereizt zurückgelassen, denn wir wußten nie, ob er nüchtern oder betrunken nach Hause kommen würde. Es war erschreckend und bewirkte, daß wir uns so fühlten, als hätten wir keine Kontrolle mehr über unser Leben. Doch auch dann, inmitten ihres persönlichen Leids, versuchte meine Mutter, mir und meiner Schwester Gottes Wirklichkeit im Bewußtsein zu halten und was Er in unseren Leben tut. Wir lernten wertvolle Lektionen in Demut und Vergebung, daß man jemand nicht wirklich lieben kann, außer man ist willig ihnen zu vergeben. Mama lehrte uns, die Augen offen zu halten für den täglichen Beweis der Gnade Gottes. Sie half uns zu verstehen, daß Gott bei uns war, auch in den schweren Zeiten, Seine Hand unsere haltend, während wir auf dem steinigen Pfad gingen, der sich vor uns ausstreckte.

Zurückschauend auf die Jahre, in denen unsere Familie so verzweifelt kämpfte, sehe ich, daß Gott in uns gewirkt hat, in eine Richtung mit dem schließlichen Ziel uns näher zusammen zu bringen. Er hat die Ereignisse unserer Leben gebraucht - die guten und die schlechten, die schmerzlichen genauso wie die freudigen -, um jeden von uns zu formen, durch unsere Umstände, in eine 'schöne Decke' von hellen und wunderschönen Farben. Nur aus heutiger Sicht kann ich die Schönheit und das komplizierte Muster dieser Decke sehen und verblüfft sein von der Gnade, die sie so herrlich zusammennähte.

Und Gott näht weiter. Es muß Gottes Gnade sein, die ein schüchternes, nervöses Mädchen nahm (mich) und es auf den Pfad eines schüchternen, nervösen Jungen brachte (Matt Slocum) um eine Band ins Leben zu rufen (Sixpence None The Richer). Er gab uns Musik als ein Geschenk und gebrauchte sie, um unsere Wunden zu heilen, damit wir unsere Musik als eine Heilung zurückgeben könnten an andere. Was immer auch für einen Erfolg wir haben, verdanken wir Seiner Gnade. Ich stehe staunend vor dem, was Er getan hat.

Ich sprach kürzlich mit einem Freund über mein Leben heute und drückte meine frohe Bewunderung aus für all die Segnungen, die mir gehören: einen wunderbaren Ehemann, eine erfolgreiche Sängerinnenkarriere mit Menschen, die es weiterhin Spaß sein lassen und die Heilung, die meine Familie so viel näher zusammenbrachte, als ich je zu träumen gewagt hätte. Es ist nicht lange her, da sagte einer meiner Freundinnen, daß alle diese Dinge zusammen genommen so sind, wie Gottes herzliche Umarmung am Ende eins langen, schweren Tages. Ich kann nicht anders, als ihr da zuzustimmen. Ich stehe so sehr in Ehrfurcht vor Gottes Gnade.

Aus Seine Gnade vertrauend, schaue ich nach vorn auf das Morgen. Und ich warte auf neue Beispiele, die in mein Leben 'eingesteppt' werden, auch gerade jetzt, von dem 'Meister-Polsterer'.

Aus: "City On A Hill" [dt. "Stadt auf einem Hügel"], © 2000 by Steve Hindalong. Veröffentliched durch: Harvest House Publishers, Eugene, Oregaon 27402, U.S.A. und: CCM Books, a division of CCM Communications, Nashville, TN 37205, U.S.A. Deutsche Übersetzung von David Decker / www.shinemedia.de/sixpence/ im November 2000. ««

 



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